Ganowski, Franz-Josef; Joppe, Johanna; Ganowski, Christian
Kampf den Renditekillern
Wie das Management rechnen muss, um böse Überraschungen zu vermeiden
2000. 212 S. m. 18 Abb. 21,5 cm
Verlag/Jahr: CAMPUS VERLAG 2000
ISBN: 3-593-36563-4 (3593365634)
Preis und Lieferzeit: Bitte klicken
Manager und Unternehmer sehen ihren eigenen und den Erfolg ihres Unternehmens meist von außen, von "den Märkten" oder dem aggressiven Mitbewerb bedroht. Dass in den eigenen Reihen schlimmere Sabotagefaktoren wirken, welche die Rendite auffressen, ist kaum bekannt.
In diesem Management-Ratgeber decken die Autoren die größten und häufigsten "Renditekiller" in der Unternehmenssteuerung und im Risk-Management auf. Sie zeigen, warum es so leicht ist, auf sie hereinzufallen, und welche einfachen Tipps und Instrumente zu beträchtlichen Kostensenkungen und Renditesteigerungen verhelfen.
Auch wenn es seltsam klingen mag: Viele Manager können nicht rechnen, und leider tragen sie die negativen Folgen ihrer riskanten Geschäfte nicht allein. Unternehmenspleiten bedrohen und vernichten jährlich Hunderttausende von Arbeitsplätzen.
"Umsatz-Bumerang", "Portfolio-Sabotage" oder "Cashflow-Katastrophe" sind nur drei einer Vielzahl von Renditekillern, die das Management unerwartet in Schwierigkeiten bringen können. Dabei sind aussagekräftige Vor- und Nachkalkulationen keine Zauberei, sondern sollten zum Handwerkszeug einer jeden Führungskraft gehören, egal in welchem Unternehmensbereich sie arbeitet.
Johanna Joppe, Franz-Josef Ganowski und Christian Ganowski decken die größten Schwachstellen in Sachen Kalkulation und Controlling auf: Häufig wird mit falschen oder veralteten Zahlen gerechnet, es werden nicht alle relevanten Faktoren berücksichtigt oder die Datenbasis ist zu schwach, und weit reichende Entsche idungen werden "aus dem Bauch heraus" getroffen.
Anhand von Fallbeispielen und Checklisten zeigen die Autoren, wie man verlässliche Planungen erstellt und das Risiko in Arbeitsgruppen, Abteilungen, Bereichen und Unternehmen durch kontrollstarke Steuerungs- und Interventionstechniken minimiert. Denn: Wer richtig rechnet, macht die besseren Geschäfte. Mit Sicherheit.
"Rechenfehler 1: Wer mit dem Umsatzplus plant, rechnet falsch.
Wer wissen will, wie Manager ihren Umsatz planen, muss nur auf eine Bilanzpressekonferenz gehen. Der Umsatz wird meist noch vor der Bilanzsumme und dem Jahresüberschuss genannt. Die wichtigste Zahl überhaupt ist die Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr: Das muss ein Plus sein, sonst sieht man schlecht aus. Daran ist nichts auszusetzen. Ein Umsatzplus ist immer gut - wenn man es gemacht hat. Der Rechenfehler liegt darin, dass nicht nurder gemachte Umsatz als Plus angegeben wird, sondern (nach der Pressekonferenz im Planungsmeeting) auch der geplante. Das ist der Fehler.
Wer (nur) mit Umsatzplus plant, tut alles, um dieses Plus nicht zu erreichen.
Wer nur mit dem Umsatzplus rechnet, der hat sich schon verrechnet. Das Umsatzplus ist ein Umsatzverhinderer. Das zeigt sich jedoch meist erst einige Monate nachdem das Umsatzplus als Planzahl verabschiedet wurde. Dann gibt es eine böse Überraschung, wie wir gleich sehen werden.
Negativ-Beispiel: Blindflugplanung mit Umsatzrätsel
Im Spätsommer, spätestens im Herbst sitzen die Geschäftsleitungen der meisten Unternehmen beisammen und verabschieden die Umsatzziele für das Folgejahr. Jedes Geschäftsfeld bekommt sein Ziel. Das könnte zum Beispiel so aussehen:
Anlagenbau 10 Mio. (+ 5 %)
Maschinenbau 7 Mio. (+ 2,5 %)
Zubehör 5 Mio. (+ 1 %)
Vielleicht diskutiert man noch eine Weile darüber, ob das 5%-Plus im Anlagenbau nicht doch ein bisschen zu hoch gegriffen ist. Vielleicht fordert der Spartenleiter Maschinenbau eine Aufstockung seines Werbebudgets. Doch im Großen und Ganzen sieht so die in vielen Unternehmen übliche Umsatzplanung aus. Die entscheidungstragenden Manager glauben, damit den Grundstein für eine Umsatzsteigerung gelegt zu haben. Tatsächlich haben sie alles getan, um sie zu erschweren, wenn nicht gar zu verhindern. Wenn der Umsatz wächst, dann nicht wegen, sondern trotz der Umsatzplanung ...
311.908 Titel bei © frauenbuch.de
Stand: 12.05.2012
© frauenbuch.de • herderstraße 10 • 10625 berlin • tel. 030 315 714 13 • fax 030 315 714 14 • post
frauenbuch.de